Elternzeit in Südafrika – Entspannen in St. Francis Bay

von littletravelfamily

Nach dem Tsitsikamma Nationalpark ging es für uns weiter nach St. Francis Bay. Ein kleines Küstendörfchen zum entspannen. Auf dem Plan standen Surfen lernen, ein bisschen wandern und die St.Francis Umgebung erkunden.

Auf Empfehlung unserer Vermieterin taten wir das auch erstmal.

Im Norden von St.Francis gibt es einen kleinen Stadtteil, der auch little Venice genannt wird. Dort schlängeln sich einige Flüsse durch die Wohnsiedlungen und die Häuser stehen direkt am Wasser. Mittig vom Ort gibt es einen kleinen Hafen der tatsächlich auch noch für den Warenverkehr genutzt wird. Das war ganz interessant für unsere Kleine. Einige Schiffe wurden aus dem Wasser gehoben und nach dem Sommer wieder in Stand gesetzt. Es gibt noch ein Fischrestaurant, für Vegetarier aber leider nichts…

Im Süden von St. Francis liegen die St. Francis Heads, die rauhe Küstenlinie mit einem Leuchtturm und wahnsinnig hohen Wellen. Wir wanderten ein bisschen umher und schauten aufs Meer und bestaunten die riesigen „Gischt-Berge“. Es war leider viel zu windig für eine etwas weitere Wanderung, also machten wir uns auf dem Rückweg und genossen unsere Zeit in unserem AirBnB. 

 

Die Unterkunft war mal wieder genial. Ein riesiges Haus mit kleinem Garten, zwei Etagen,  zwei Schlafzimmern, großem Wohnzimmer und offener Küche. Das beste war allerdings, dass die Vermieterin alles für Familien vorbereitet hatte. Es gab einen kleinen Tisch und Stühle zum Essen für Kinder, Malsachen, Puzzle und sogar einen Lauflernwagen! Außerhalb des Garten hatten wir dann noch einen schönen Gemeinschaftspool – allerdings mal wieder für uns alleine, weil anscheinend sonst niemand in der Ferienanlage wohnte 😀

 

Unser zweites Vorhaben, surfen zu lernen, verfolgten wir allerdings nichtmehr allzu motiviert, da nun das erste Mal die Meldungen zu Corona auch nach Südafrika schwappten. Am ersten Tag in St. Francis waren es laut den Nachrichten noch 8 Infizierte, einen Tag später schon 13. Da überlegten wir das erste Mal, wie es für uns weitergehen könnte.

In der Zwischenzeit genossen wir noch das tolle Wetter und den Sommerschlussverkauf 😀 St. Francis ist ein kleines Surferdörfchen und dementsprechend gibt es einige Billabong, Roxy und Rip Curl Läden. Und bei allen fast 50% Rabatt! Genial!

Am dritten Tag gingen wir Mittags noch schön zum Essen ins Rambling Rose, einem kleinen Restaurant mit super schönem Spielplatz für die Kinder…. und hörten dann mal wieder Corona-News von einem der Angestellten.

Südafrika möchte in zwei Tagen eine Parlamentssitzung abhalten, um zu schauen wie die weiteren Schritte zum Schutz des Landes aussehen. Es wurde in allen möglichen Facebook und Instagram Gruppen diskutiert, dass wohl die Grenzen dicht gemacht werden, um die Ausbreitung von Corona zu stoppen.

Scheiße. Wir haben noch 3 Wochen hier. Noch 4 Tage und wir wären im Addo Elephant Park. Einer der Highlights für uns und vorallem auch für die Kinder.

Wir zerbrachen uns den ganzen restlichen Tag den Kopf, was wir machen sollen. Zurückfahren Richtung Kapstadt? Schnell noch nach Port Elizabeth und den Addo doch noch mitnehmen? Schon mal nach Flügen schauen?

Wenn wir jetzt umdrehen würden, müssten wir alle Unterkünfte umbuchen und ändern. Was bedeutet das für unseren Rückflug? Wird der überhaupt noch stattfinden?

Wir waren mittendrin im Corona-Wahnsinn. Sechs Wochen hatten wir nichts davon mitbekommen. In Deutschland war anscheinend die Hölle los, hier in Südafrika bislang garnichts. Es war das Paradies. Und hier sollten wir weg, die Reise verkürzen, um dann ins kalte, komplett verseuchte Deutschland zu fliegen? Was würde das Kosten?

Wir recherchierten abends stundenlang im Netz, berieten uns mit Freunden und sprachen noch mit unserer Vermieterin.

Die war wieder mal typisch südafrikanisch und meeega hilfsbereit. Sie bot uns an, wir könnten sogar kostenlos noch länger in dem Haus wohnen, wenn wir keinen Platz finden würden.

Wir entschlossen uns dann mittags doch den Rückweg Richtung Kapstadt anzutreten und organisierten alles um. Buchungen stornieren, verschieben, Flüge suchen. Chaos!

Wir hatten das Glück eine Unterkunft vorziehen zu können, die ca. in der Mitte zwischen Kapstadt und St. Francis Bay liegt. So hatten wir nicht ganz so viel Strecke zu machen und eine Bleibe für die Nacht.

Also Sachen gepackt und offiziell die „Heimreise“ angetreten. Fühlte sich richtig schlecht an.

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